Einerseits wächst der Druck, IT‑Systeme zu modernisieren, Digitalisierung voranzutreiben und dem steigenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Andererseits stehen Verantwortliche vor der Sorge, durch Outsourcing die Kontrolle über ihre sensibelsten Daten zu verlieren.
Hinzu kommen neue regulatorische Anforderungen – allen voran NIS‑2, seit Dezember 2025 offiziell in Deutschland aktiv – die das Thema IT‑Sicherheit zur persönlichen Haftungsfrage für Geschäftsführungen machen.
Vor diesem Hintergrund wird klar:
Outsourcing ist möglich – aber nur, wenn Datensouveränität garantiert bleibt.
Genau damit beschäftigt sich dieser Blog-Artikel und der folgende Blick hinter die Kulissen eines tiefgehenden Expertengesprächs mit Guido Berndt, Associate Partner / Prokurist bei Orise Digital GmbH (ehemals Advanced Applications GmbH).
Fazit:
Nicht das System entscheidet – sondern der Inhalt.
Und die Inhalte liegen mittlerweile in einer Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen, meist über Jahre gewachsen, oft mit unzähligen Schnittstellen.
Viele Unternehmen verlassen sich darauf, dass europäische Datacenter von AWS, Microsoft oder Google automatisch vor US‑Behördenzugriff geschützt sind.
Das ist nicht der Fall.
Da alle genannten Anbieter US‑Unternehmensmütter haben, gilt weiterhin der CLOUD Act – und damit das Recht für US‑Behörden, Datenzugang einzufordern, auch ohne Wissen des Unternehmens.
SAP bewirbt seine Private‑Cloud‑Angebote als souverän oder datenschutzkonform.
Doch im Kleingedruckten steht:
Das bedeutet:
Unternehmen verlieren faktisch die Kontrolle – auch wenn die Marketing‑Claims anderes suggerieren.
Wenn Firmen ihre SAP‑Systeme in die SAP‑Cloud verschieben, bleiben trotzdem alle weiteren Systeme (BI, EDI, CAD, CRM, Produktionssysteme etc.) weiterhin zu managen – inklusive Security.
Die generelle Verantwortung bleibt. Oft verschärft sich die Komplexität, ihr gerecht zu werden, sogar.
Kernbotschaft:
Datensouveränität entsteht nicht durch die Plattform – sondern durch das Betriebsmodell.
Das wichtigste Prinzip:
Der Kunde behält jederzeit die Hoheit über seine Systeme und Daten.
Kunden profitieren von:
Outsourcing muss nicht Kontrollverlust bedeuten.
Mit einem Systemservice‑Modell, deutschem Hosting, Superuser‑Rechten, klaren SLAs und vollständiger Auditierbarkeit lässt sich Outsourcing sogar zu einem Sicherheitsgewinn machen.
Die Frage lautet also nicht:
„Cloud oder kein Cloud?“
sondern:
„Wie behalte ich die Hoheit über meine Systeme und Daten?“
Die Antwort:
Über System‑Ownership, echte Transparenz und einen Partner, der Architektur, Integration und Sicherheit ganzheitlich denkt.
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